Künstlerberatung Stefan Kuntz

rat fuer kuenstlerinnen Nr. 155

Newsletter der Künstlerberatung Stefan Kuntz
vom 9. November 2022

Dies ist die Webfassung des eMail-Newsletters, den mann und frau gerne gratis abonnieren kann, in dem frau oder mann mir eine eMail schickt. Die Webfassung ist auf die reinen News beschränkt. Zu den meisten Themen gibt es mehr Informationen auf der Seite Tipps/Fundgrube, in die die Informationen aus den bisherigen Newslettern eingebaut werden. 

Die Themen:

in eigener Sache: Übergang

Haftung bei einer Kunstaktion

Kunstsalon nicht mehr gemeinnützig?

Frührentner

Hinzuverdienstgrenze für Rentner

Kinder 2023

MWSt Restaurant 2022

Rentenbeiträge 2023

Grundfreibetrag

Kilometerpauschale befristet erhöht

neue Gagenregelung Stadttheater

pauschaler Vorsteuerabzug

Ladenkasse

Keine Rückzahlung der Corona-Soforthilfen in NRW

Künstlersozialabgabe 2023 jetzt 5 Prozent

KSK: Erhöhung Zuverdienst

Betriebsprüfung elektronisch unterstützt

Rechengrößen für das Jahr 2023

_______________________________________________________

IN EIGENER SACHE

Übergang Künstlerberatung von Stefan Kuntz zu Julian Maria Sieben in 2023

       asvd > > > > > > > > acht

Wie bereits mitgeteilt, wird Julian Maria Sieben die Künstlerberatung und auch das Survival Kit von Stefan Kuntz übernehmen. Stefan Kuntz wechselt in den Ruhestand: Die Übergabe geschieht peu à peu, in mehreren Schritten, step by step, damit alle Rat suchenden Künstlerinnen auch weiterhin eine gute Beratung erhalten:

Zunächst wird das Survival Kit digital plus nur noch bis Ende 2022 in der jetzigen Form von Stefan Kuntz gepflegt und bei ihm erhältlich sein.
Die veränderte Neuauflage des Survival Kit digital plus mit allen ab 2023 relevanten Werten wird dann von Julian Maria Sieben aktualisiert und ist dann bei ihm ab April 2023 erhältlich unter „Musikagent Künstlerrat News“ kuenstlerrat@musikagent.net oder über seine Website www.musikagent.net 

Zum 1.1.2024 erfolgt dann die restliche Übergabe, das heißt alle ratsuchenden Künstlerinnen können sich dann – gerne über die bisherige Website www.kuenstlerrat.de – an Julian Maria Sieben wenden und nicht mehr an Stefan Kuntz.
Oder andersrum: auch im nächsten Jahr dürfen Sie sich weiterhin an Stefan Kuntz wenden für einen individuellen Rat, aber auch für den Bezug der Printausgabe "Survival Kit Basics".

Und alle freuen sich, dass es weiter geht.

 

zuletzt aktualisiert: 09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps

Haftung bei einer Kunstaktion - Fragen:

Was passiert bei einem Schaden eines Gastes, wenn ich mit KollegInnen eine Kunstaktion in meinem Haus  / auf meinem Gelände veranstalte?

Es haftet der Eigentümer, bzw. der Verursacher des Schadens.
Der Veranstalter haftet für alle Personen- und Sachschäden innerhalb der Veranstaltungsräume. Er haftet ferner für Verletzungen von Besuchern und Beschädigung deren Eigentums anlässlich der Veranstaltung.

Wer haftet:
wenn jemand eine Treppe hinunter fällt?

möglicherweise der Hauseigentümer/die Vermieterin, wenn die Treppe nicht geeignet ist für die Veranstaltung.

Wenn durch Vandalismus etwas beschädigt wird?

Die Ausleiherin (wenn der Vandale nicht feststellbar ist) - sie muss für ausreichenden Schutz der Leihgabe sorgen.

Wenn ein Kunstwerk unbeabsichtigt zu Schaden kommt?

Die Ausstellerin (wenn der Schädiger nicht feststellbar ist) - er muss für ausreichenden Schutz sorgen.

wenn  man einen offiziellen Wanderweg am Rande einer Kiesgrube als Ausstellungsareal nutzt und jemand fällt ins Wasser und ertrinkt?

möglicherweise der Veranstalter der Begehung, wenn der Weg/ die Sicherheitsvorkehrungen nicht geeignet ist/sind für die Veranstaltung.

Wenn trotz üblicher Sicherheitsvorkehrungen ein Schaden entsteht, kann eine Haftpflichtversicherung (Ausstellungsversicherung, Allgefahrenversicherung) (Begrenzungen lt. AGB der Versicherung) helfen. Mehr → Survival Kit Basics  Kap. 3.1.4

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Kunstsalon nicht mehr gemeinnützig?

Der Kunstsalon e.V. muss mit seinem Programm im nächsten Jahr nach einem Bericht der Kölnischen Rundschau vom 4.11.22 pausieren, in  Köln, aber auch in Bonn und Hamburg. Grund sei eine Steuerprüfung, die die Gemeinnützigkeit der Veranstaltungen in Frage stellt: Darf das Logo der Sponsoren gezeigt werden? Sind Freikarten für sie Gegenleistungen? Darf eine Gastgeberin für ein Konzert in ihrem Wohnzimmer, die in der Regel 950 € zusätzlich spendet, über 20 % der Eintrittskarten verfügen? Die Arbeit des Vereins sei einer gewerblichen Agentur gleichzusetzen. Bisherige Prüfungen ergaben keine Beanstandungen. Mehr → Survival Kit digital plus Kap. 13.3. (7.11.22) 

Frührentner

Versicherte über 50, die Einbußen bei einer Frührente ausgleichen wollen, profitieren in diesem Jahr besonders  von einer zusätzlichen Einzahlung. Für ca. 36 € mehr Rente müssten sie bis Ende des Jahres 7.236 € zusätzlich einzahlen. 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Hinzuverdienstgrenze für Rentner

von 46.060€ soll im Jahr 2023 dauerhaft wegfallen. Auch die Hinzuverdienstgrenzen der Renten wegen Erwerbsminderung sollen sich deutlich erhöhen. 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Kinder 2023

2023 steigt der Kinderzuschlag für einkommensschwache Familien auf 250 €/Monat zusätzlich zum Kindergeld.
Kindergeld ab 2023 250 €/Monat/Kind. Kinderfreibetrag 2.810 €. 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


MWSt Restaurant 2022

Die Umsatzsteuer auf Speisen im Restaurant beträgt bis Ende 2023 nur 7 %, 2024 voraussichtlich wieder 19 Prozent. 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Rentenbeiträge 2023

Rentenbeiträge ab 2023 voll absetzbar. 

zuletzt aktualisiert: 09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps

Grundfreibetrag

nun 10.347 €. Die Anhebung des Grundfreibetrags gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2022.  Ab 2023 10.632 €. Mehr → Survival Kit Kap. 4.6 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Kilometerpauschale befristet erhöht

Ab dem 21. km kann vom 1. 1. 2021 bis zum 31. 12. 2023 eine Kilometerpauschale von 35 Cent berechnet werden. Für Selbständige ist sonst eine Kfz-Kosten-Abrechnung mit einer km-Pauschale von 0,30 € je gefahrenem km für Strecken bis zu 20 km möglich, aber nur, wenn der Privat-PKW weniger als 50 % betrieblich genutzt wird. Es ist kein Fahrtenbuch erforderlich, wenn die Schätzung stimmt. In der km-Pauschale ist keine MWSt enthalten.  Mehr → Survival Kit Kap. 4.2

neue Gagenregelung Stadttheater

Die Mindestgage (bisher 2.000 €) für Solobeschäftigte und Bühnentechnikerinnen wird in zwei Stufen erhöht: ab dem 01. September 2022 auf zunächst 2.550 € und ab dem 1.Januar 2023 auf 2.715 €. Ebenso werden Gastgagen entsprechend erhöht und steigen damit um mehr als 35 Prozent. Teil des Abschlusses ist auch die Einführung einer Stufe in Form einer ebenfalls dynamisierten Beschäftigungszulage in Höhe von 200 € auf die Mindestgage zu Beginn der Spielzeit 2023/2024. Solobeschäftigte und Bühnentech-niker*innen, die länger als zwei Jahre an Theatern, die dem Deutschen Bühnenverein angehören, gearbeitet haben, erhalten dann mindestens 2.915 € Gage. https://darstellende-kuenste.de/aktuelles/einigung-tarifverhandlungen-kuenstlerinnengagen-steigen
Mehr → Survival Kit digital plus Kap. 13.6.3 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


pauschaler Vorsteuerabzug

von 7 % kann von gemeinn. Vereinen geltend gemacht werden, wenn ihr Umsatz im Vorjahr unter 35.000 € /Jahr lag (ab 2023 möglicherweise 45.000 €). (§ 23 a UStG) Mehr → Survival Kit digital plus Kap. 4.7.2.1

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Ladenkasse

Elektronische Aufzeichnungssysteme für Ladenkassen
müssen seit 1.10.2020 über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen und dem Finanzamt  gemeldet werden.
Unternehmen, die ihre Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben durch die Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln dürfen, müssen kein Kassenbuch führen.
Betriebe (z.B. Orchester), die Waren von geringem Wert (z.B. Eintrittskarten) an eine unbestimmte Anzahl nicht bekannter und auch nicht feststellbarer Personen (z.B. Publikum) verkaufen, müssen die baren Betriebseinnahmen nicht einzeln aufzeichnen. Registrierkassenstreifen, Kassenzettel, Bons und sonstige Belege müssen sie aber aufbewahren.
Anleitung für einen Kassenbericht bei einer offenen Ladenkasse auf
https://www.lexware.de/wissen/buchhaltung-finanzen/kassenfuehrung-das-ist-bei-der-buchfuehrung-zu-beachten/?chorid=04324641&em_cmp=newsletter%2Fsme%2F81142%2F04324641%2FTextlink%20-%20Kassenf%FChrung%2F2022-09-22&em_src=nl&ecmId=12269%2F29728&ecmUid=5249458
Mehr → Survival Kit digital plus Kap. 4.3. 

zuletzt aktualisiert: 09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps

Keine Rückzahlung der Corona-Soforthilfen in NRW

Ver.di NRW (Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen) hat über Urteile berichtet, die die Rückzahlung der Corona-Soforthilfen für unrechtmäßig halten. Auch wenn die Frist für den Einspruch vielleicht abgelaufen ist, kann mit einem Antrag auf Wiederaufgreifen des Verfahrens vielleicht noch ein Erfolg erzielt werden. Das Land NRW hat gegen die positiven Urteile Berufung eingelegt.

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Künstlersozialabgabe 2023 5 Prozent

Die Künstlersozialabgabe-Verordnung 2023 wurde am 26.09.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung steigt im Jahr 2023 von zurzeit 4,2 Prozent auf 5,0 Prozent. Bundesgesetzblatt

KSK: Erhöhung Zuverdienst

Die Versicherten der KSK verlieren auch im Jahr 2022 ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz nicht, wenn sie mehr als 450 € im Monat (5.400 €/Jahr) aus einer nicht künstlerischen / nicht publizistischen selbständigen Tätigkeit verdienen. Die Erhöhung des Zuverdienstes von 450 € auf 1.300 € ist für das Jahr 2022 beschlossen.  https://www.kuenstlersozialkasse.de/die-ksk/meldungen#c641,

aber für das Jahr 2023 in der Schwebe (Achtes Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze – noch nicht verkündet!)

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Betriebsprüfung elektronisch unterstützt

Die Betriebsprüfung der Rentenversicherung besucht alle 4 Jahre die Arbeitgeber, um die Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitnehmerinnen zu überprüfen. Diese Kontrolle soll durch die elektronisch unterstützte Betriebsprüfung (euBP) vereinfacht werden. Ab dem 1. Januar 2023 wird die euBP für größere Betriebe Pflicht.
Gleichzeitig wird bei der Betriebsprüfung im Kulturbereich auch kontrolliert, ob die KSK-Abgabe korrekt abgeführt wurde, und ob Mitarbeiter nur zum Schein wie Selbständige behandelt werden.
Bei Kleinbetrieben (weniger als 20 Mitarbeiter angestellt) verzichtet der Betriebsprüfer der Rentenversicherung auf Antrag auf eine Prüfung beim Arbeitgeber vor Ort. Die Prüfung erfolgt stattdessen in den Räumlichkeiten der Rentenversicherung. Kleinbetriebe müssen also nicht ab 1.1.2023 ihre Daten der Lohnabrechnung digital übermitteln, wenn die Prüfung in Papierform bei der DRV stattfindet. Die Verschiebung der Verpflichtung zur euBP bis Ende 2026 sollte  beantragt werden.
Grundsätzlich sind bereits seit 1.1.2022 verpflichtend folgende Unterlagen im Rahmen der Entgeltabrechnung in elektronischer Form zu führen und deshalb ab 1.1.2023 im Zusammenhang mit der euBP digital zu übermitteln:

  • Staatsangehörigkeit des Arbeitnehmers,
  • erstattende Meldungen,
  • versicherungsrechtlicher Status,
  • Arbeitnehmerentsendung,
  • Krankenkassenzugehörigkeit.


Die Unterlagen der Finanzbuchhaltung müssen nicht digital übermittelt werden. Es kann aber sinnvoll sein, diese ebenfalls freiwillig digital zu übermitteln, um die Prüfung in den eigenen Büros zu vermeiden. Dazu müssen Arbeitgeber allerdings einige Dinge beachten. Mehr → Survival Kit digital plus Kap. 5.3

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter Themenüberblick Tipps


Rechengrößen für das Jahr 2023 im Überblick (geplant)

Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung Bedeutung hat (unter anderem für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung und für die Beitragsberechnung von versicherungspflichtigen Selbständigen in der gesetzlichen Rentenversicherung), steigt auf 3.395 €/Monat (2022: 3.290 €/Monat). Die Bezugsgröße (Ost) steigt auf 3.290 €/Monat (2022: 3.150 €/Monat).
 
Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (West) steigt auf 7.300 €/Monat (2022: 7.050 €/Monat) und die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) steigt auf 7.100 €/Monat (2022: 6.750 €/Monat).
 
Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt auf 66.600 € (2022: 64.350 €). Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2023 in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf 59.850 € jährlich (2022: 58.050 €) bzw. 4.987,50 € monatlich (2022: 4.837,50 €).
 
Rechengrößen der Sozialversicherung 2023 (geplant):

WEST                 Monat Jahr OST Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze: allgemeine Rentenversicherung        7.300 € 87.600 € 7.100 € 85.200 €
Versicherungspflichtgrenze: Kranken- und Pflegeversicherung         5.550 € 66.600 € 5.550 € 66.600 €
Beitragsbemessungsgrenze: Kranken- und Pflegeversicherung       4.987,50 € 59.850 € 4.987,50 € 59.850 €
Bezugsgröße in der Sozialversicherung
          3.395 €
40.740 € 3.290 € 39.480 €
vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung     43.142 €      
endgültiges Durchschnittsentgelt 2021 in der Rentenversicherung     40.463 €    
                 

https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Meldungen/2022/sozialversicherungs-rechengroessenverordnung-2023.html
 

09.11.2022

Themenüberblick aktueller Newsletter

zuletzt aktualisiert: 09.11.2022