Künstlerberatung Stefan Kuntz

Tipps / Fundgrube


Die Tipps ab 2020 im einzelnen -
die neuesten oben, die alten unten,
ohne Systematik

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Ältere Tipps bis Dezember 2019 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Dezember 2016 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Dezember 2014 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Februar 2013 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis Dezember 2011 finden Sie durch einen Klick hier

Ältere Tipps bis April 2010 finden Sie durch einen Klick hier

Und noch ältere bis Juni 2008 finden Sie hier

 

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Corona: zu viel erhaltene Hilfe zurückzahlen

„Alle Solo-Selbstständigen sind verpflichtet, am Ende des dreimonatigen Bewilligungszeitraums eine Erklärung abzugeben. Darin legen sie dar, ob sie die NRW-Soforthilfe vollständig zur Deckung des Corona-bedingt entstandenen Liquiditätsengpasses benötigt haben. Andernfalls müssen sie zu viel erhaltene Hilfe zurückzahlen. Die nun getroffene Regelung sieht vor, dass sie bei diesem Nachweis 2.000 Euro für den Lebensunterhalt ansetzen können“. (Quelle: NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste) Stand 8.6.20
Abgesehen von dieser NRW-Regelung:
Wenn im Frühjahr/Sommer 2021 die Steuererklärung für 2020 abgegeben wird, beginnen voraussichtlich die Prüfungen, ob die Soforthilfen zu Recht bezogen wurden. Dann müssen Nachweise erbracht werden. Die erhaltenen Soforthilfen müssen in der Steuererklärung angegeben werden und sind zu versteuern. Sofort-Hilfe-Bezieher, die keine ungerechtfertigten Rückforderungen riskieren wollen, müssen belegen, dass sie zu dem Zeitpunkt, an dem sie die Hilfen beantragt haben, dazu auch berechtigt waren, d.h. in einem Liquiditätsengpass gesteckt haben.
Sie sollten möglichst rückwirkend ab März 2020 dokumentieren, wie sich die Situation in ihrem Unternehmen entwickelt hat und auch kurz erklären, warum sie die staatlichen Hilfen benötigt haben. Dazu ein Beispiel für den Aufbau und die Strukturierung einer Liquiditätsdokumentation mit einer Vorlage zur Dokumentation zum Nachweis berechtigter Ansprüche von Liquiditätshilfen während der Corona-Krise

 

 

 

zuletzt aktualisiert: 16.6.2020

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Künstlersozialkasse Corona-Krise

Auf Antrag sind Erleichterungen vorgesehen
·       die Abgabefrist für die Meldung der Berechnungsgrundlage für die KSK-Abgabe kann bis 30. Juni 2020 verlängert werden.
·       bei Zahlungsschwierigkeiten kann die Künstlersozialabgabe gestundet bzw. Ratenzahlung vereinbart werden und die monatliche Vorauszahlung herabgesetzt werden,
·       Wer  im Lauf dieses Jahres eine Meldung zum geänderten Arbetiseinkommen an die KSK schickt, muss eine Soforthilfe als Einnahme berücksichtigen.

 

 

16.6.2020

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NRW: nur noch Rückverfolgbarkeit

Die neue Fassung der Corona-Schutz-Verordnung trat am Montag, 15. Juni 2020, in Kraft und gilt vorerst bis zum 1. Juli 2020. Für den Bereich Kultur ist vor allem folgende neue Regelung von Bedeutung: Wenn das Publikum auf festen Plätzen sitzt, kann das Erfordernis eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen künftig durch die Sicherstellung einer besonderen Rückverfolgbarkeit ersetzt werden.  Der Leitfaden »Pandemie-sicher Agieren im Theater« des Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) Stand 18.5.20 gibt einen allgemeinen Überblick.

 

Mehrwertsteuersenkung ab 1.7.

Ab dem 1. Juli 2020 soll die Mehrwertsteuer – begrenzt bis zum Jahresende – von 19 auf 16 Prozent sinken. Das soll vom Bundestag und Bundesrat erst Ende Juni durchgewunken werden. Preislisten etc. müssen dann sehr schnell geändert werden. Der reduzierte Steuersatz wird von sieben auf fünf Prozent geändert. Ob die Preise wirklich reduziert werden, entscheiden die Unternehmen. Für die Entstehung der Umsatzsteuer und die zutreffende Anwendung des Steuersatzes kommt es darauf an, wann die Leistung ausgeführt worden ist. Jahreskarten (Saisonkarten, Abonnements o. ä.) stellen nach herrschender Meinung Vorauszahlungen für eine einheitliche Leistung dar. Bei Zahlung zu Beginn des Leistungszeitraums entsteht Umsatzsteuer aufgrund der Vereinnahmung; die Leistung ist erst am Ende der Laufzeit ausgeführt. Die zutreffende Umsatzsteuer entsteht insoweit nach den gesetzlichen Grundlagen, die am Ende des jeweiligen Leistungszeitraums entstehen. Für Abonnements der Spielzeit 20/21 gilt also der Steuersatz, der am Ende der Spielzeit gilt.
Bitte nicht weiter mit dem bisherigen Steuersatz Rechnungen ausstellen (unrichtig ausgewiesene Umsatzsteuer, § 14c Abs. 1 UStG.)
Die Hersteller von Buchführungssoftware bitten: Bitte legen Sie in Ihrer Software keine eigenen Steuersätze an. Mit Geduld auf das Update warten.
Umsatzsteuerbefreite Kultureinrichtungen sollten große Investitionen (sofern sie sich solche trotz Corona leisten können) im 2. Halbjahr 2020 liefern lassen.

 

16.6.2020

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Corona-Sozialschutzpakete

Übersicht zu Sonderregelungen bei Arbeitslosigkeit oder Bezug von Arbeitslosengeld II https://www.berliner-arbeitslosenzentrum.de/2020-05-28-%C3%BCbersicht-corona-sozialschutzpakete, siehe auch Grundsicherung für Kurzarbeitende und Selbstständige  Ich empfehle allen Solo-Selbständigen, die Fragen zu ALG2 und Corona-Hilfen für Künstler haben, sich an die Experten in ihren berufsständischen Landesvereinigungen zu wenden. In jedem Bundesland sind die Regelungen anders. Zu ALG2 können besonders die Arbeitslosenzentren helfen, die es in vielen Großstädten gibt.

 

16.6.2020

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Soforthilfe COVID 19 Corona-Pandemie

Alle Bundesländer stellten ihre bisherigen, ergänzenden Soforthilfeangebote für Selbständige um und stimmten sie mit den Bundesmitteln ab. Details zur Bundes-Beihilfe sind in der Pressemitteilung zur "Verwaltungsvereinbarung Soforthilfe" vom 29.3. sowie in den am 30.3. aktualisierten Kurzfakten vom Bundeswirtschafts- und Finanzministerium nachzulesen. Es läuft darauf hinaus, dass Lebenshaltungskosten nicht mehr  über die Corona-Soforthilfe, sondern über ALG 2 abgefedert werden. Die Lebenshaltungskosten kommen also z.B. in der Soforthilfe in NRW  Details nicht mehr vor. Im Antrag zur Corona-Soforthilfe Baden-Württemberg/Bund, Punkt 5.3., wird nach einem Unternehmerlohn gefragt: Zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten konnte bei Personengesellschaften/ Einzelunternehmern ein kalkulatorischer Pauschalbetrag von 1.180 Euro pro Monat für Lebensunterhalt des Inhabers angesetzt werden. Das wird jetzt nicht mehr möglich sein – die Angabe dürfte zum Abzug von der Soforthilfe führen.
Rücklagen bleiben außer Betracht.
Antragsberechtigt sind nur Unternehmen, die nicht bereits am 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren.
Bitte geben Sie in Ihren Anträgen eine Kontonummer an, die Sie auch im Zahlungsverkehr mit dem Finanzamt verwenden. Das empfiehlt sich in Folge von Hacker-Manipulationen des NRW-Antragsverfahrens.
Soloselbständige, die kaum Betriebskosten haben, aber existenzbedrohende Honorarausfälle haben, sind also jetzt auf ALG2 angewiesen.

 

 

zuletzt aktualisiert: 24.4.2020

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ALG 2

Das Sozialschutz-Paket der Bundesregierung sieht einen  vereinfachten Zugang zu ALG 2/ Grundsicherung vor. Sie müssen die anrechenbaren Einkünfte im Monat der Antragstellung nachweisen. Bis vorerst 30. Juni 2020 findet keine Vermögensprüfung statt, wenn versichert wird, dass das Vermögen unter 60.000 € (Single) beträgt. Nachgewiesene Ausgaben für Miete und Heizung werden in tatsächlicher Höhe erstattet. Leider wird das Einkommen der Bedarfsgemeinschaft (also auch u.U. einer WG) berücksichtigt. Bei aufstockendem ALG 2 gibt es den Kinderzuschlag schon auf Grund eines Kontoauszugs des letzten Monats. Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 7.3.

 

 

24.4.2020

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Elterngeld

Bei der Berechnung des Elterngeldes sollen Monate innerhalb der Krisenzeit mit untypischen Gewinnen unberücksichtigt bleiben. Weitere Erleichterungen wurden bereits im Bundestag diskutiert. Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 7.5.

 

Steuern

Das Bundesfinanzministerium hat steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene beschlossen. Das gilt insbesondere bei Spenden und der Mittelverwendung von gemeinnützigen Einrichtungen
Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 9.04.2020, IV C 4 -S 2223/19/10003 :003
und für die
Steuerbefreiung für Beihilfen und Unterstützungen an Beschäftigte

 

24.4.2020

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Gutscheine

Die Veranstalter von Freizeitveranstaltungen sollen berechtigt werden, den Inhabern der Eintrittskarten statt der Erstattung des Eintrittspreises einen Gutschein zu übergeben. Der Gutschein kann dann entweder für eine Nachholveranstaltung oder eine alternative Veranstaltung eingelöst werden. So der Entwurf eines Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht.
 

 

24.4.2020

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Großveranstaltungen

bleiben wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich weiterhin verboten. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen von den Ländern getroffen werden.
Wikipedia: „Eine Großveranstaltung ist eine besondere Form der Veranstaltung. Nach den Leitlinien von Ministerien liegt sie vor, wenn mindestens 100.000 Besucher erwartet werden, mehr als 5.000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sind oder ein besonders erhöhtes Gefährdungspotenzial vorliegt. Es gibt jedoch keine einheitliche Definition.“
Bis die Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden, also frühestens Anfang Mai, gelten weiterhin Verbote für Veranstaltungen im kleinen Kreis. Bisher gilt durch die Kontaktbeschränkungen in den meisten Bundesländern, dass man sich nur mit den Menschen aus dem eigenen Haushalt oder einer anderen Person treffen darf, und auch das nur, sofern es unbedingt notwendig ist.
Von daher ist die Frage sehr wichtig, wann denn wenigstens Kleinkunst-Veranstaltungen wieder erlaubt sind und unter welchen Bedingungen.
Bis zur nächsten Konferenz am 30. April 2020 zwischen Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten soll eine einheitliche Definition des Begriffs Großveranstaltung gefunden werden.
Die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt sieht derzeit keinen Anlass, kleinere Veranstaltungen bereits vorher pauschal abzusagen.
RA Thomas Waetke stellt für eine mögliche Lockerung theoretische Überlegungen an, die das Szenario etwas erhellen.
Für Nordrhein-Westfalen wird ein Event als Großveranstaltung definiert, wenn mindestens 100.000 Besucher erwartet werden, mehr als 5.000 Besucher gleichzeitig auf einem Gelände sind oder ein besonders erhöhtes Gefährdungspotenzial vorliegt.
In Baden-Württemberg  fallen alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen unter den Begriff „Großveranstaltung“.
Sachsen-Anhalt: Für Veranstaltungen unter 1.000 Teilnehmern erarbeite die Landesregierung Konzepte, um schrittweise Veranstaltungsverbote zu lockern, wenn es die Infektionslage zulasse.
Thüringen: Ab dem 3. Mai sollen Versammlungen mit bis zu 30 Teilnehmern in geschlossenen Räumen und bis zu 50 unter freiem Himmel wieder zugelassen werden.

 

24.4.2020

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Steuererklärung jetzt

Sie müssen Ihre Einkommens- und Umsatzsteuererklärung für 2019 zwar erst bis zum 31.7.20 abgeben, aber es ist sinnvoll, den Steuerbescheid für 2019 schon vor sich zu haben, wenn Sie die Prognose für Ihr Einkommen 2021 bei der KSK im Herbst abgeben müssen. Und das bedeutet: Steuererklärung jetzt im Frühjahr 2020 per ELSTER abgeben. Außerdem könnte es ja sein, dass Sie auf Grund der Epidemie-bedingten Konjunktur-Flaute auch für Künstlerinnen gerade jetzt leider viel Zeit für Ihre Bürokratie haben, oder? Mehr Survival Kit Basics, Kap. 4.6. und 6.1.8.1

 

 

zuletzt aktualisiert: 11.3.2020

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Corona-Virus als höhere Gewalt?

Epidemien, Krankheiten oder Naturkatastrophen können grundsätzlich einen Fall „höherer Gewalt“ darstellen. Tritt ein solches Ereignis höherer Gewalt ein, wird die dadurch betroffene Vertragspartei zeitweise oder möglicherweise dauerhaft von ihrer vertraglichen Leistungspflicht befreit. Die andere Vertragspartei kann deswegen keinen Schadensersatz verlangen.
Ein Veranstalter könnte eine befürchtete Katastrophe als Vorwand verwenden, um eine Veranstaltung abzusagen, z.B. nur weil der Vorverkauf mau ist (Aber dass der Vorverkauf mau ist, hängt z. Zt. natürlich meist mit der Epidemie zusammen). Dass die Katastrophe eintritt, muss überwiegend wahrscheinlich sein. Je besser man sich auf die Störung vorbereiten kann (Sand streuen gegen Glatteis) oder je weniger konkrete Auswirkungen es auf die Veranstaltung gibt (Orkan bei Konzert in Katakomben), desto unwahrscheinlicher wird die juristische Anerkennung als höhere Gewalt. Ob es aber sinnvoll ist, sich deswegen mit juristischen Mitteln zu streiten?!?
Erscheint die Absage einer Veranstaltung z.B. wegen einer Epidemie sinnvoll, sollten die Verantwortlichen genau und mehrfach aktuell dokumentieren, wann und warum sie zu der Entscheidung kommen. Behördliche Verbote sind eindeutig "höhere Gewalt". Frau kann natürlich „höhere Gewalt“ nicht selbst definieren. Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 8.10.2
Sollten auch Künstlerinnen Epidemie-bedingte Einnahmeausfälle haben, sollten auch sie eine finanzielle, staatliche Unterstützung fordern, am besten mit Hilfe ihrer Lobby-, Berufsverbände und Gewerkschaften. Einen Musterbrief gibt's auf Wunsch bei mir. Und einen zweiten Musterbrief, um die Absage-Flut durch die Veranstalter etwas zu bremsen.

 

11.3.2020

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Krankengeld für KSK-Versicherte

  • Zur Erinnerung: Natürlich!
    KSK-Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld,
    in der Regel ab der 7. Woche Krankschreibung (schon früher, falls frau mit der Krankenkasse ein „vorgezogenes Krankengeld“ gegen Aufpreis vereinbart hat).
  • Voraussetzung ist die Krankschreibung durch den Arzt. WICHTIG! Ab der 1. Woche! Immer sofort einschicken an die Krankenkasse!
  • Das Krankengeld beträgt 70 % von dem Einkommen, das mann bei der KSK in der Prognose angegeben hat und für das mann Beitrag zahlt.
  • Krankengeld erhält frau in der Regel für maximal 18 Monate.
  • Während des Krankengeld-Bezuges zahlen Sie keine KSK-Beiträge.
  • Sie müssen weiterhin Ihre jährliche Schätzung im November abgeben. Auch wenn Sie während der Krankheit nix verdienen, schätzen Sie das Einkommen, das Sie zuletzt während Ihrer gesunden Zeit hatten. WICHTIG! Völlig verkehrt wäre es, der KSK ein 0 €-Einkommen zu melden, auch wenn es zutrifft.
  • Nach dem Ende von Krankengeld erhalten Sie Hilfe von der Rentenversicherung.

Mehr Survival Kit digital plus, Kap. 6.1.6. und 6.1.9.9

 

Transparenzregister: Gebührenbefreiung bei Gemeinnützigkeit

Gemeinnützige Einrichtungen können von den Gebühren zum Transparenzregister befreit werden. In Zukunft können sie entweder per E-Mail oder über die Internetseite des Transparenzregisters (www.transparenzregister.de) einen Antrag auf Gebührenbefreiung stellen. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage des Freistellungsbescheides. Achtung:  Die „Organisation Transparenzregister e. V.“ versendet betrügerische eMails.

 

11.3.2020

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Kassenbon-Pflicht

Keine Belegausgabepflicht besteht für Kleinunternehmer, die eine offene Ladenkasse verwenden. Eine elektronische Kasse muss bis zum 30.9.2020 eine zertifizierte elektronische Sicherheitseinrichtung haben. „Bei Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen können die Finanzbehörden nach § 148 Abgabenordnung aus Zumutbarkeitsgründen nach pflichtgemäßem Ermessen von einer Belegausgabepflicht nach § 146a Abs. 2 Satz 1 AO befreien. Die Befreiung kann widerrufen werden.“ Mehr Survival Kit, Kap. 4.3.

 

11.3.2020

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Grundrente

Die politische Diskussion um die "Grundrente"  sollte aufmerksam verfolgt werden. Für den Bezug von Grundrente werden die 2020 diskutierten Bedingungen viele Kreative ausschließen: Zusätzlich zu den mindestens 35 Jahren (weniger bei mindestens 33 Jahren) Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung muss ein Mindesteinkommen von mindestens 30 % des bundesweiten Durchschnittseinkommens (2018: 12.624 €) erwirtschaftet worden sein, oder lt. Gesetzentwurf : "wenn die Entgeltpunkte des Erwerbslebens unterdurchschnittlich, aber nicht ganz gering waren". Der maximale Zuschlag bei der Grundrente beträgt netto 360,73€ für Rentner mit Kindern. Grundrente für alleinstehenden Rentner im Monat nur bei nicht mehr als 1250 € zu versteuerndem Einkommen.
Bei Berücksichtigung bestehender Rentenansprüche ergibt sich in der Grundsicherung im Alter bundesweit allerdings ein durchschnittlicher Nettobedarf von 447 € monatlich. In München beträgt der Nettobedarf 579 €, in Frankfurt/Main 573 €, in Köln 535 €, in Stuttgart 543 € und in Dresden 415 €.

 

11.3.2020

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kurzfristige Beschäftigung

Der Pauschalsteuersatz in Höhe von 25 % (+ KSt + Solidaritätszuschlag) kann nur angewandt werden, wenn der Stundenlohn (2020) weniger als 15 € und der Tageslohn weniger als 120 €  beträgt. Mehr Survival Kit Basics Kap. 5.1.5

 

11.3.2020

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Existenzgründer steuerlich anmelden

ab 2020 müssen Existenzgründer innerhalb eines Monats unaufgefordert beim Finanzamt den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ mit Infos zu Rechtsform, den zu erwartenden Umsätzen und Gewinnen einreichen, auch über das Portal Mein ELSTER (www.elster.de).

 

zuletzt aktualisiert: 3.2.2020

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Aus Angst vor Steuern auf Einnahmen verzichten?

„Lohnt es sich überhaupt, viel zu verdienen und wenn wie viel?“

Sie sollten anstreben, im Jahr ca. 40.000 € verdienen, um einigermaßen gut leben zu können.

„Ich habe Angst. dass ich zu viel Steuern bezahlen muss, wenn ich zu viel verdiene.“

Bitte keine Angst! Die Steuer beträgt bei Ihnen ca. 12 bis 15 % von Ihrem Gewinn und steigt langsam prozentual. Sie zahlen sicher ESt-Vorauszahlungen, das ist gut, dann müssen Sie nicht plötzlich eine große Summe zahlen. Trotzdem sind Sie natürlich immer überrascht von Steuernachzahlungen oder -Rückzahlungen. Die Überraschung können Sie dadurch vermindern, dass Sie Ihren Gewinn im laufenden Jahr öfter mal vergleichen mit den Gewinnen im den vergangenen Jahren. Dann können Sie eher abschätzen, ob Sie mit dem nächsten Steuerbescheid viel Steuern nachzahlen müssen und können entsprechend was zurücklegen.

 

3.2.2020

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Verwaltungsaufwand umsatzsteuerpflichtig?

Werden Fördermittel über eine Organisation an die eigentlichen Kulturschaffenden weitergeleitet, kann das Finanzamt der Ansicht sein, dass die Organisation für den einbehaltenen Anteil an der Fördersumme für ihren Verwaltungsaufwand Umsatzsteuer zahlen muss. In einem Einzelfall hat das FG Düsseldorf (22.11.2017, 5 K 3337/14 U) entschieden, dass keine USt anfällt, auch weil die Auflage einer zweckentsprechenden Verwendung oder eine Erfolgskontrolle nicht zu einem Leistungsaustauschverhältnis führen, was zu einer Umsatzsteuerpflicht führen würde. Mehr

Entzug der Gemeinnützigkeit wg. Kapitalismuskritik

„Mit großem Unverständnis haben wir den Entzug der Gemeinnützigkeit des soziokulturellen Zentrums DemoZ zur Kenntnis genommen. Wir halten es für unzumutbar und rechtlich fragwürdig, dass ein Finanzamt die inhaltliche Arbeit eines soziokulturellen Zentrums bewertet und diesem über das Gemeinnützigkeitsrecht faktisch die Existenzgrundlage entzieht.“ Georg Halupczok, Vorstand der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.

3.2.2020

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Förderung in mehreren Bundesländern

Will ein Ensemble auch in einem anderen Bundesland einen Antrag auf Förderung stellen, wird der Förderer möglicherweise verlangen, dass das Ensemble Aktivitäten in diesem anderen Bundesland nachweist. Dazu braucht es u.U. in diesem anderen Bundesland auch einen Verwaltungssitz, einen zusätzlichen (Proben-)Standort oder eine Sektion mit einer entsprechenden Adresse. mehr

3.2.2020

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Rückforderung von Zuwendungen

Werden Zuwendungen zurückgefordert, so verjährt eine solche Forderung schon drei Jahre nach Bekanntgabe der Forderung. Verhandlungen danach zwischen Zuwendungsgeber und –Empfänger verlängern die Frist. BGH, Urteil vom 5. Juni 2014 – VII ZR 285/12 – NJW-RR 2014, 981). Mehr

3.2.2020

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Schauspielerin ausnahmsweise auf Honorarbasis

Eine Schauspielerin muss nach einem Einzelfall-Urteil des SG Gotha (Urteil vom 08.11.2019 – Aktenzeichen S 50 KR 3472/18) nicht angestellt werden, sondern kann gegen Honorar beschäftigt werden, weil sie nicht für die gesamte Spielzeit verpflichtet wird, sondern nur für 2 Aufführungen. Weitere Aufführungen können frei vereinbart werden. Mehr

3.2.2020

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Umsatzsteuer erst ab 22.000 €

Umsatzsteuerpflicht erst ab 22.000 € Umsatz im Vorjahr. Die Kleinunternehmergrenze wurde von 17.500 auf 22.000 € zum Jahreswechsel erhöht. (erstmals bezogen auf den Umsatz 2019).
Mehr dazu im Survival Kit digital plus unter Kap. 4.7.1.9

Viele, weitere zum Jahreswechsel 2020 für Künstlerinnen relevante Änderungen im aktualisierten Survival Kit digital plus 2020 oder in einer Update-Übersicht 2020 zum Survival Kit Basics 2019 (Print).

zuletzt aktualisiert: 15.1.2020

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Steuern sparen bei fetten Einmalzahlungen

Auch 2019 gab es für einige Urheber fette Einmalzahlungen durch die Verwertungsgesellschaften oder durch Verlage. Mit der 1/5 Regelung für außerordentliche Einkünfte lässt sich u.U. in 2020 ESt sparen. Bei der Angabe des Gewinns in der Anlage G oder S sollte der Wert der außerordentlichen Einkünfte da eingetragen werden, wo "enthaltene begünstigte sonstige Gewinne i.S.d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 bis 4" unter "Sonstiges" erwähnt werden. Damit wird das Finanzamt gebeten, die außerordentlichen Einkünfte als solche zu behandeln. Die Ein-Fünftel-Regelung soll die Folgen der Steuerprogression mindern.
Beispiel: Gesamteinkommen 20.000 €, Einkommen ohne Sonderzahlung 15.000 €, Sonderzahlung 5.000 €. Steuerersparnis bei Anwendung der 1/5-Regelung ca. 50 €.
Die Sonderzahlung sollte übrigens mit dem einen Fünftel in die KSK-Einkommensschätzung einfließen.
Mehr dazu im Survival Kit digital plus unter Kap. 4.6

15.1.2020

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Altersversorgungsabgabe abgewehrt

Die Versorgungsanstalt der dt. Bühnen will von Theatern die Altersversorgungsabgabe in Höhe von 9 % kassieren und das gerne rückwirkend, und auch für Honorarkräfte. Sie bezieht sich dabei auf den Abgrenzungskatalog.
Ein weiteres Theater – wobei unklar ist, ob  es sich um ein Inhabergeführtes Theater oder eine GbR handelt – hat 2019 mit Hilfe der Anwältin Sonja Laaser diese VddB-Ansprüche abgewehrt, in dem es darauf verwies, dass es kein Weisungsrecht vom Theater an die Darsteller bezüglich Zeit, Ort und Dauer gibt, und dass die Schauspielerinnen ein eigenes Unternehmensrisiko tragen, über ihre eigene Arbeitskraft und Zeit frei verfügen können und ihre Tätigkeit im Wesentlichen frei gestalten.
Mehr dazu im Survival Kit digital plus unter Kap. 5.4. Einen Vertrag, der das bekräftigt, findet frau unter 8.8.11

15.1.2020

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zuletzt aktualisiert: 16.6.2020